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Immer wissen, wieviel Geld man wirklich hat

Für jeden Arbeitnehmer in Deutschland stellt sich irgendwann die Frage "Was verdiene ich wirklich"?

Hierzulande müssen wir das Gehalt auftrennen in "Brutto", also der vereinbarte Lohn und "Netto" dem tatsächlich ausgezahlten Lohn, nach Abzug aller Steuern und notwendigen anderen Abgaben.

Der größte Abzug wird in der Regel mit der Lohnsteuer fällig. Sie ist eine Vorauszahlung auf die Einkommenssteuer und wird vom Arbeitgeber automatisch einbehalten und dem Finanzamt zugeführt. Damit sind Sie als Arbeitnehmer mit diesem Prozess nicht belastet. Der Lohnsteuersatz erhöht sich mit dem erzielten Jahreseinkommen auf bis zu 55% (Spitzensteuersatz). Sie können aber auch steuerfrei ausgehen, wenn Sie weniger als 12.600 Euro im Jahr verdienen. In diesem Fall lohnt sich ggf. auch eine Steuererklärung.

Ferner wird Ihnen aber nicht nur die Einkommenssteuer voraus berechnet, auch verschiedene Pflichtversicherungen werden bedient, wie z.B. die Rentenversicherung, die Pflegeversicherung oder die Krankenversicherung - immer abhängig von Ihrem Alter, Ihrem Wohnort und Ihrem Beruf.

Wir erläutern im Folgenden die Pflichtversicherungen und die Konditionen.

Wichtige Einflussgrößen für Ihre Lohnsteuer

Krankenversicherung

In Deutschland ist die Versicherungspflicht eines Jeden vorgeschrieben. Dabei stehenzunächst mehrere Modelle zur Verfügung: entweder sind Sie Pflichtversicherter in einer gesetzlichen Krankenkasse, Sie versichern sich freiwillig gesetzlich oder Sie sind privat Krankenversichert (die sogenannte PKV).

Das Versicherungssystem schreibt vor, dass Sie dann pflichtversichert sind, wenn Sie die Versicherungspflichtgrenze von 5.063 € Einkommen im Monat nicht überschreiten. Liegen Sie über diesem Wert, dürfen Sie sich privat versichern. Grundsätzlich sind Beamte, Richter und Zeitsoldaten, als auch selbstständig und freiberuflich tätige Personen von dieser Regelung befreit. Sie sind dazu aufgefordert sich freiwillig gesetzlich oder privat zu versichern.

Ihr Vorteil als gesetzlich Versicherter in einem geregelten Arbeitsverhältnis: Die Beiträge zur Krankenkasse werden direkt vom Arbeitgeber für Sie entrichtet.

Unser Tipp: Durch die von der jeweiligen Krankenkasse festgelegten Zusatzbeiträge, lohnt sich ein Vergleich der Anbieter. Ein Zusatzbeitrag von 0.7% bei Krankenkasse A gegenüber 1.2% bei Krankenkasse B macht im Jahr bei einem Bruttolohn von 2.500 € schon 12,50 € im Monat aus.

Rentenversicherung

Auch auf die Rentenversicherung bezogen, gibt es in Deutschland die Pflichtversicherung und die freiwillige Rentenversicherung. Die Bedingungen sind hierfür aber deutlich enger gefasst, als es z.B. bei der Krankenversicherung der Fall ist.

Per Gesetz sind alle Arbeitnehmer zunächst pflichtversichert. Darüber hinaus wird die Rentenversicherungspflicht erweitert auf Auszubildende, Selbstständige, erwerbstätige Studenten, u.a.. Hierzu sieht der Gesetzgeber gegebenfalls Ausnahmen vor.

Im Falle der Pflichtrentenversicherung wird Ihr Rentenbeitrag zur Hälfte durch Sie und zur Hälfte durch Ihren Arbeitgeber getragen. Der durchschnittliche Wert beträgt 18.6 % des Bruttolohns, also 9.3 % für Sie.

Solidaritätszuschlag

Keine Steuer ist so umstritten wie der Solidaritätszuschlag, oder kurz "Soli". Entgegen der weitläufigen Annahme, dass es sich bei dem Soli um eine Förderung des Wiederaufbaus der Ostländer handeln sollte, wurde er 1991 in Deutschland eingeführt, um die hohen Kosten des zweiten Golfkrieges zu kompensieren. Die Förderung der Ostbundesländer, aber auch anderer Mittel-, Ost- und Südeuropäischer Länder, spielte nur eine nachgelagerte Rolle.

Erst mit der Feststellung, dass sich diese Maßnahme als erfolgreich erwies, wurde des Soli Mitte der 90er zur Pflichtabgabe und als Finanzierung gesamtdeutscher Projekte verwendet, d.h. er ist nicht Zweckgebunden.

Die Abgabe beträgt pauschal 5,5% von der einbehaltenen Lohnsteuer, d.h. die Bemessungsgrundlage ist Ihre Lohnsteuer, die Abgabe wird Ihnen aber zusätzlich abgezogen.

Übrigens: immer wieder fordern führende Politiker die Senkung oder Abschaffung des Solidaritätszuschlags. Es ist also möglich, dass diese Kosten uns zukünftig nicht mehr belasten.

Kirchensteuer

Die Kirchensteuer ist eine Sonderausgabe, die im 19. Jahrhundert eingeführt wurde.

Sie beträgt, abhängig vom Bundesland, 8% oder 9% Ihrer Lohnsteuer und wird Ihnen zusätzlich vom Lohn abgezogen.

Im Gegensatz zu anderen Steuern und Versicherungen können Sie aus Ihrer Glaubensgemeinschaft theoretisch ausscheiden und sich somit von der Kirchensteuer befreien lassen. Ein Arbeitnehmer mit einem Bruttolohn von 2.500 € spart somit ca. 320 € im Jahr ein. Geld, dass sinnvoll in eine zusätzliche Rente oder aufs Sparbuch gelegt werden kann.

Pflegeversicherung

Um im Falle einer Pflegebedürftigkeit abgesichert zu sein, gilt in Deutschland seit 1995 die Pflicht zur Pflegeversicherung. Auch hier ist es üblich, dass diese Pflicht Ausnahmen je nach Berufszweig vorsieht.

Wer im Pflegefall Leistungen aus dieser Versicherungen beziehen muss, hat Anspruch auf Pflegehilfsmittel und Pflegegeld bis zu einem bestimmten Höchstsatz. Leistungen über diese Basismaßnahmen hinweg, sind nicht abgedeckt. Somit ist die Pflegeversicherung keine Vollversicherung. Sie sollte in jedem absehbaren Fall durch eine Pflege-Zusatzversicherung ergänzt werden.

Im Durchschnitt beträgt der Beitragssatz auf 3,05 Prozent bzw 3,3 Prozent (für Kinderlose).

Arbeitslosenversicherung

Um Personen bei eingetretener Arbeitslosigkeit entsprechend finanziell zu unterstützen, wurde 1927 die Arbeitslosenversicherung als Pflichtversicherung etabliert.

Wie bei den meisten anderen lohntechnisch relevanten Versicherungen, wird auch die Arbeitslosenversicherung zur Hälfte von Ihnen und zur anderen Hälfte vom Arbeitgeber getragen. Die Höhe beträgt derzeit 2,5% (je 1,25% für Arbeitnehmer /-geber). Mit den Beiträgen werden die Arbeitsförderung, z.B. in Form von Berufsberatung, Berufsorientierungsmaßnahmen oder Leistungen zur beruflichen Weiterbildung finanziert, als auch die Entgeltersatzleistungen, wie z.B. (Teil-)Arbeitslosengeld entnommen.

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